Michael Jürgens


Warum diese Seite?

Mit dieser Seite möchte ich ein wenig über mich und meine Familie erzählen.
- Was ich bisher gemacht habe.
- Wie wir leben.
- Welche Höhen und Tiefen wir zuammen erlebt haben.
- Warum ich auf diesem Wege versuche, eine neue Stelle zu finden.

Viele Fragen, auf die ich hier die Antworten geben möchte:


Was habe ich bisher gemacht ?

Ich habe die Grundschule, danach die Hauptschule besucht und diese mit einem Durchschnitt von drei abgeschlossen. Nach der Schule habe ich eine Ausbildungsstelle zum Kfz-Mechaniker bekommen und diese Ausbildung auch mit einer drei bestanden. Anschliessend wollte ich eigentlich eine zweite Ausbildung zum Kfz-Elektriker anschliessen, habe aber keinen Ausbildungsplatz bekommen. Die Gründe: Es gab in der Region zu wenige Firmen, die ausgebildet haben und die, wo ich mich beworben habe, meinten, sie würden lieber Jugendliche von der Straße holen, die noch keine Ausbildung haben. Nach drei Monaten Arbeitslosigkeit habe ich eine Stelle als Bühnenarbeiter beim hiesigen Landestheater bekommen. Diese Stelle war leider nur auf vier Monate befristet, eine feste Einstellung danach war nicht möglich. Ich habe dann schnell wieder einen Job gefunden, Metallarbeiter in einer Fabrik. Jedoch mochte ich dieses stupide Arbeiten an den Maschinen und die stickige Fabrikhallenluft nicht. Nach eineinhalb Jahren suchte ich mir eine andere Tätigkeit und fand in einer Reifenfirma eine Anstellung, die ich über 15 Jahre sehr gern gemacht und auch wieder machen würde, wenn es die Gesundheit zulassen würde. Ich habe danach eine Umschulung zum Informatikkaufmann von der LVA bewilligt bekommen, die ich dann auch im Sommer 2005 bestanden habe.Zu dieser Umschulung gehörte ein sechsmonatiges Betriebspraktikum welches ich in einer kleinen EDV-Firma in der Nähe absolviert habe. Während diesem Praktikums kristallisierte sich sehr schnell herraus, dass ich nach der Umschulung dort auf Grund meiner Erfahrung und meiner Kentnisse fest eingestellt werde. Leider konnte ich dort nicht lange bleiben, der Geschäftsführer hat es uns erklärt, dass auf Grund der Einsparungsmaßnahmen in den Städten und Gemeinden sind wichtige Wartungsverträge mit den umliegenden Schulen aufs Eis gelegt worden. Sie sind verschoben bis Anfang nächsten Jahres, zum Teil auch bis Ende nächsten Jahres. Bevor seine Firma nun den Bach runtergeht, mußte er die Notbremse ziehen. Man sah ihm an, dass es ihm sehr schwer fiel, zumal in der kleinen Firma ein sehr familiäres Klima herrscht. Ich fand sehr schnell eine Firma, die mich als Vertriebsmitarbeiter einstellte. So konnte ich in diesem Bereich eineinhalb Jahre wertvolle Erfahrungen sammeln. Nach dieser Tätigkeit habe ich ein halbes Jahr als Aussendienstmitarbeiter im Auftrag der Telekom Telefonanschlüsse und DSL-Installationen ausgeführt. Die Telekom vergibt leider immer nur befristete Aufträge an die ausführenden Firmen und lässt sich dann Zeit mit der Verlängerung dieser Verträge. Somit habe ich mir dann wieder eine neue Arbeitsstelle gesucht. Ich fand eine Anstellung als technischer Redakteur, wo ich Daten in eine europäische Datenbank eingepflegt habe und diese dann auf der deutschen, schweizerischen und österreichischen Webseite eines großen Herstellers von technischen Geräten veröffentlicht habe. Nebenbei habe ich in einem weiteren Zweig der Firma in 2 Onlineshops Erfahrungen sammeln können. Dort war ich mit der Auftragsannahme und Bearbeitung, sowie Einkauf und Beschaffung beschäftigt. Zur Zeit bin ich in einer kleinen Druckerei in Leopoldshöhe angestellt. Ich habe diesen Job angenommen, weil ich nicht der Typ bin, der den ganzen Tag zu Hause sitzt und Geld vom Staat bezieht.

Wie wir leben

Meine Kinder- und Jugendzeit möchte ich hier nicht erzählen, dass würde zu weit ausschweifen. Ich möchte nur kurz erzählen, wie es zur Zeit privat aussieht. Ich bin seit 2003 wieder glücklich verheiratet. Meine Frau hat vier Kinder mit in die Ehe gebracht, von denen noch einer bei uns im Haushalt lebt. Zusammen haben wir noch eine kleine, süße Nachzüglerin, die mittlerweile 9 Jahre alt ist. Wir sind halt eine kleine Großfamilie, die in einem kleinem Haus lebt und fest zusammenhält.

Höhen und Tiefen, die wir zusammen durchgemacht haben

Als meine Frau und ich uns kennenlernten, hatte ich eine feste und sichere Arbeitsstelle. Sie hatte sich grade ein halbes Jahr vorher von ihrem damaligen Mann und ich mich von meiner damaligen Frau getrennt. Wir lernten uns kennen, meine jetzige Frau wurde ungeplant schwanger und ihre Kinder haben mich akzeptiert. Alles lief anfangs wunderbar, wir hatten eine kleine Wohnung gefunden und zogen zusammen. Die Kleine wurde geboren, finanziell kamen wir auch über die Runden. Dann traf uns der erste grosse Schicksalsschlag: Meine Wirbelsäule wollte die Belastung der Arbeit nicht mehr mitmachen und ich konnte meine bisherige Tätigkeit nicht weiter ausüben. Nachdem mir drei Ärzte gesagt haben, ich müsse mich nach einem anderen Beruf umsehen, akzeptierte ich dieses und sah mich dann schweren Herzens nach einer neuen beruflichen Orientierung um. Die LVA gab grünes Licht und ich entschloss mich, Informatikkaufmann zu werden. Diese Entscheidung beruhte auf meine jahrelange Erfahrung mit Computern und der Telekomunikation und mich dieser Themenbereich seit 1985 stark interessierte. Jetzt mussten wir mit erheblichen finanziellen Einschränkungen auskommen, wo dann noch hinzu kam, dass der Vater von meinen Stiefkindern die Unterhaltszahlungen einstellte und das Weite suchte. Wort-wörtlich das Weite, der lebt nun in Australien und lässt es sich dort gutgehen. Die gemeinsamen Schulden blieben natürlich auf meiner Frau hängen, die von uns dann nach und nach trotzdem getilgt worden sind. Wir schränkten uns nochmehr ein, beantragten für zwei Kinder Sozialhilfe und mußten nach allen Abzügen mit 300€ leben. Auch wenn es schwer war, wir haben es trotzdem irgendwie hinbekommen. Die Umschulung lief gut, ich kam mit dem Unterrichtsstoff sehr gut mit und wurde Klassenbester. Im September 2004 begann mein Betriebspraktikum, in dem mir schnell eine Festanstellung in Aussicht gestellt wurde. Es schien endlich wieder aufwärts zu gehen. Dann kam der nächste Schock, namentlich Hartz IV. Weil der Vater der Kinder keinen Unterhalt zahlte, wurde mein Übergangsgeld zur Berechnung mit einbezogen. Folglich noch mehr Einschränkungen. In Aussicht auf das Ende der Ausbildung und die Anstellung im Praktikumsbetrieb nahmen wir das in Kauf und haben noch ein halbes Jahr so knapp wie möglich gelebt. Auch dieses haben wir hinbekommen. Die Ausbildung wurde mit der Prüfung erfolgreich beendet und ich konnte den Arbeitsvertrag unterschreiben. Nun bemühten wir uns, aus Hartz IV wieder herraus zukommen. Es ist einfacher, dort rein zurutschen, als wieder raus zukommen. Nach langen Gesprächen und vielen rechnen haben wir es dann doch endlich geschafft. Seit dem Oktober 2005 beziehen wir und die Kinder kein Hartz IV mehr, endlich ging es aufwärts.

Warum ich nun auf diesem Weg versuche, eine neue Arbeitsstelle zu finden

Ich gebe einfach die Hoffnung nicht auf, versuche alles, damit ich wieder eine Stelle bekomme die vielseitig ist umnd mich beruflich ausfüllt. Jeden Tag werden im Internet verschiedene Seiten durchsucht, Arbeitgeber in der Umgebung angerufen, Bewerbungen ins Blaue verschickt. Meine Frau kam eines Tages auf die Idee, eigens dafür eine Webseite zu erstellen. Wir haben dann gemeinsam ein neutrales Design ausgesucht und ich habe mich dann an die Umsetzung der Idee gemacht. Wie schon gesagt, alles versuchen und kämpfen. Ich habe auf diese Weise im Herbst 2005 schon einmal eine Arbeitsstelle gefunden und werde es jetzt nochmals versuchen.
Ich bin ein Kämpfer und gebe die Hoffnung einfach nicht auf.


Zum Schluß

Meine Familie und ich hoffen sehr, dass mir jemand die Chance gibt und wir endlich unseren Kindern mal ein "normales" Leben bieten können, ohne immer auf Dinge verzichten zu müssen, die in anderen Familien zum Alltag gehören, wie zum Beispiel Taschengeld oder Urlaub mit der ganzen Familie. Was uns dabei sehr wichtig ist: Nie wieder von Hartz IV abhängig zu sein !!!


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